Berichte

Teilnahme an symbolischer bundesweiter kfd-Aktion

„Macht Licht an“ soll unter anderem Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche beleuchten

Hebern. Am Mittwochabend leuchteten zum Glockenschlag um 18 Uhr auch in Herbern viele Taschenlampen die Eingangstür zur St.-Benedikt-Kirche aus; bis in die hinterste Ecke brachten mehr als 40 Frauen und Männer symbolisch Licht ins Dunkel. Die kfd (katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) hat deutschlandweit zur Aktion „Macht Licht an“ und einer damit verbundenen Klage-Andacht mit Gebet zur Erneuerung der Kirche aufgerufen.

Mit dieser Aktion soll darauf aufmerksam gemacht werden, was die Teilnehmer bewegt. Die kfd fordert die deutschen Bischöfe auf, Licht in das Dunkel der Missbrauchsfälle zu bringen, verkrustete Machtstrukturen abzuschaffen, Missbrauchsbeauftragte einzusetzen und die kirchliche Sexualmoral zu verändern.

Laut einer Studie der katholischen Kirche sollen sich mindestens 1670 Kleriker von 1946 bis 2014 an 3677 überwiegend männlichen Schutzbefohlenen vergangen haben. Mit ihrer Unterschrift unterstützen die Teilnehmer der Veranstaltung die zentralen Forderungen, die der kfd Bundesverband anschließend der Deutschen Bischofskonferenz zur Frühjahrsvollversammlung 2019 übergeben wird.

Bericht: RN 15.12.18 Claudia Hurek

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