Berichte

0126hb Lesung Everhard Drees 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kunst der Sprache

HERBERN. Das Feuer knistert, die Frauen lauschen Märchenerzähler Everhard Drees. Ein Klassentreffen hatte diesen Abend möglich gemacht.

Die gemütliche Diele von Benedikt und Regina Selhorst in Forsthövel war so voll wie lange nicht. Am knisternden Herdfeuer saßen auf Einladung der kfd Herbern rund 50 Frauen. Sie lauschten dem Märchenerzähler Everhard Drees. Bei dem Motto des Abends „Lehrers Kinder, Pfarrers Vieh, geraten selten oder nie“ handelt es sich um autofiktionale Erzählungen aus dem Münsterland.

Lesung mit Ehrengästen „Gut, dass wir im vergangenen Oktober unser Klassentreffen hatten“, erzählte Teamsprecherin Angelika Hölscher. Gemeinsam mit Everhard Drees hatte sie die Volksschule in Herbern besucht.

Bei dem Klassentreffen entstand dann die Idee für den Vorleseabend. Zu Beginn begrüßte die Frontfrau der kfd Herbern zwei Ehrengäste: Hedwig Jasperneite, die ehemalige Klassenlehrerin in der Volksschule, sowie Bezirkshelferin Rosi Barnebeck, die an diesem Tag ihren 75. Geburtstag feierte.

Der gelernte Deutsch- und Religionslehrer erzählt Märchen wie ein lebendiges, rhythmisches Sprachkunstwerk. Für ihn sind Märchen mythische und dramaturgische Stoffe, mit denen man eigene Ängste oder auch Wünsche verarbeiten kann. Die Märchen der Gebrüder Grimm sind für ihn reine Poesie. Aber auch Schauermärchen für Erwachsene, Sagen oder Geschichten aus 1001 Nacht bringt er auf eine ganz bestimmte Art und Weise den Menschen bereits seit mehr als 30 Jahren näher.

Idylle versus Trauma Die heiteren und ironischen Geschichten des Vorleseabends erzählten von Idylle, aber auch von traumatischen Erlebnissen. Sie thematisierten den Sinn des Lebens und – wie sollte es auch anders sein – natürlich auch die Liebe. Ein rundum gelungener Vorleseabend ging nach etwa zwei Stunden zu Ende. Als kleines Dankeschön für die tolle Gastfreundschaft überreichte Angelika Hölscher Regina Selhorst eine Kamelie, die demnächst ihren Garten ziert.

Bericht und Foto 25.01.18: RN Claudia Hurek

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok