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 RuandaNov.2017

kfd-Teamsprecherin Angelika Hölscher (l.) überreicht eine Spende in Höhe von 650 Euro an Schwester Mariata und Prof. Bernhard Tenckhoff. Foto: Claudia Hurek

Herbern hilft Ruanda 

Die kfd hat für ihre Kollekte einen passenden guten Zweck gefunden. Dabei kam den Herberner Frauen der Zufall zu Hilfe. 

Beim Treffen der Bezirkshelferinnen der kfd Herbern konnte Teamsprecherin Angelika Hölscher 650 Euro an Prof. Bernhard Tenckhoff und Schwester Mariata von den Clemens-Schwestern in Münster übergeben.

Das Geld stammt aus den Kollekten der vergangenen sieben Monate und kommt den Schulkindern in Kaduha/Ruanda zugute. Die dortige Gesundheitsstation wurde in den 1970er-Jahren von der Ordensgemeinschaft der Clemens-Schwestern gegründet. Mit finanzieller Unterstützung konnte diese Station zum heutigen Centre de Santé Kaduha ausgebaut werden. Im Jahr 2011 an das Stromnetz angeschlossen, habe sich die dortige Lebensqualität erheblich verbessert.

Unterstützung seit 1973 Angelika Hölscher erklärte, wie der Kontakt zu den Clemens-Schwestern und zu Prof. Tenckhoff zustande kam: „Die in Herbern lebenden Familien Hüttermann und Eidecker unterstützten ab 1973 einen jungen Mann aus Ruanda während seines Studiums in Deutschland. Auch nach der Rückkehr in sein Heimatland riss der Kontakt zu seinen Herberner Freunden nie ganz ab – bis zum Jahr 1994, als dieser junge Mann beim Völkermord in Ruanda sein Leben ließ. Den Kontakt in das Land zu halten, war danach schwierig.

Durch einen Zufall fand Gaby Pettendrup (geb. Hüttermann), Mitglied der kfd, in der Raphaelsklinik Münster ein Buch über Ruanda, geschrieben von Bernhard Tenckhoff. Der Professor war seit Anfang 2003 beruflich an einer technischen Hochschule in Ruanda tätig. In seiner Freizeit engagierte er sich in verschiedenen Projekten vor Ort und fungierte als Mittler zum Mutterhaus der Clemens-Schwestern. Im Jahr 2008 erhielt er die Vollmacht, nach einer katholischen Ordensgemeinschaft zu suchen, die die Gesundheitsstation in Ruanda weiterführt, da die Clemens-Schwestern aus Altersgründen ausscheiden mussten.

Durch einen Zufall lernte er indische Schwestern aus Kerala kennen, dem Heimatort von Pater George, der in unserer Gemeinde lebt und arbeitet. Diese Schwestern leiten nun die Gesundheitsstation weiter.“

Spende kommt an Dank dieser guten Kontakte sei auch gesichert, dass die Spende der kfd Herbern eins zu eins dort ankommt, wo sie benötigt wird: „Auf der Suche nach einer guten 

Sache für unsere Spende kam uns diese Geschichte gerade recht“, so die Teamsprecherin.

RN 18. 11. 2017 von Claudia Hurek

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